Es ist gar nicht so leicht ...

Die Diagnose Alterssichtigkeit (Presbyopie) habe ich für mich schnell gestellt Zwinkernd, doch dann bin ich draufgekommen, dass es da ein paar Ungereimtheiten gibt. In Wikipedia gibt es eine Erklärung, die mir aber auch nur bedingt weitergeholfen hat. Interessant ist dabei die Grafik über die Akkomodation:

Laut dieser Grafik hätte ich eine minimale Sehweite von ca. 50 cm was einer Akkomodationsbreite von ca. 2 Dioptrien entspricht.

Das stimmt aber offensichtlich nicht, denn meine minimale Sehweite liegt ohne Brillen bei 25 cm; setze ich die Brillen auf, liegt sie - altersgemäß - bei ca. 50 cm. Warum sehe ich also ohne Brillen besser?

Die Erklärung habe ich auf der Homepage von Dr. med. Eberhard Scherb, einem deutschen Augenarzt, gefunden:
"Bereits eine relativ geringe Kurzsichtigkeit (Myopie) lässt die Sehschärfe ohne Brille in der Ferne sofort erheblich absinken. Aber nur in der Ferne. In der Nähe wirkt sich eine reine Kurzsichtigkeit nicht aus. Auch ein stark Kurzsichtiger kann im Nahbereich ohne Brille scharf sehen und das bis ins hohe Alter, sofern dem nicht eine andere Augenerkrankung im Wege steht. Er erreicht beim Nahsehen auch ohne Brille die volle Sehschärfe von 1,0 oder sogar besser. Deshalb setzen viele ältere Kurzsichtige beim Lesen die Brille ab, weil das bequemer ist und zum gleichen Ergebnis führt wie mit Lesebrille. Beim Sehen in die Ferne hingegen erfordert ihre Kurzsichtigkeit weiterhin eine Brille.
Eine angenehme Besonderheit tritt, wie oben schon erwähnt, bei mittelgradiger Kurzsichtigkeit auf: Diese Menschen können auch im Alter im wichtigen Nahabstand von 20 bis 30 cm ohne Brille arbeiten und lesen. Ein älterer Mensch mit einer Kurzsichtigkeit von -2,5 Dpt. und zum Erliegen gekommener Akkommodationsfähigkeit hat dann eine Mehrstärkenbrille mit einem Fernwert von -2,5 Dpt. im oberen Teil und einem Nahwert von Null unten, denn dort addiert sich seine Myopie von -2,5 Dpt. zu seiner Alterssichtigkeit von +2,5 Dpt. Er kann also zum Lesen seine Brille genauso gut weglassen. Ist seine Myopie höher, benötigt er dann doch wieder eine Nahbrille, weil sonst, ohne Brille, der Nahpunkt allzu dicht vor den Augen läge. Bei einer Myopie von -4,0 Dpt. beispielsweise hätte der Nahteil seiner Brille die Gläserstärke -1,5 Dpt.
"

Somit wird das wohl auf mich auch zutreffen und ich kann hoffen, dass ich auch in Zukunft keine Probleme mit der Alterssichtigkeit bekommen werden. Ich werde aber trotzdem schauen, welche Übungen gegen Presbyopie helfen, denn dann müsste sich eigentlich die Akkomodation mit Brillen auch verbessen.

Jetzt wird's Zeit

Ich habe schon einige Zeit davon geredet - jetzt wird's Zeit. Was ist los? Ich trage nach wie vor normalerweise keine Brille - soweit so gut. Wenn ich aber meine Brille aufsetze (welche ich auch immer gerade erwische *) sehe ich mit dieser nichts mehr in der Nähe. Ich kann mit meinen "kurzen Händen" keinen Text mehr lesen. Dies scheint nun wirklich mit der sogenannten "Altersweitsichtigkeit" (Presbyopie) zu tun zu haben und will wohl auch als solche behandelt werden. Wenn ich die Brille abnehme, kann ich allerdings ohne Probleme lesen. Aus diesem Grund eine Gleitsichtbrille zu kaufen, ist für mich ein absolutes "No-Go". Da schaue ich liebe mal wieder in Leo Angarts Buch "Wieder lesen ohne Brille", ob ich dort Tipps bekomme.

* Es war für mich immer absolut undenkbar, irgendeine Brille aufzusetzen. Wenn ich meine neueste Brille gewohnt war, konnte ich keine alte Brille mehr tragen. Jetzt nehme ich irgendeine Brille, passe mich ohne Probleme an diese Brille an und habe keinen Stress damit. Da sieht man, dass sich viele Dinge, die mit dem Sehen zusammenhängen, im Kopf abspielen. Deswegen kann man aus meiner Sicht auch mit alternativen Methoden arbeiten und muss nicht immer gleich physische Hilfsmittel in Anspruch nehmen.

Astigmatismus - Tibetisches Rad

Was ist eigentlich Astigmatismus? Astigmatismus, auch Stabsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung genannt, bezeichnet in der augenheilkundlichen Optik einen besonderen Brechungsfehler des Auges. Details können in Wikipedia nachgelesen werden.

Eine gute Übung gegen Astigmatismus ist das Training mit dem Tibetischen Rad. Sie können das Rad hier herunterladen und danach auf A4 ausdrucken. Diese Übung dient zur Lockerung der Spannung, die Sie möglicherweise in Ihren Augenmuskeln haben. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Atmung mit der Bewegung der Augen koordinieren, da dies die Wirkung der Übung enorm verstärkt. Es ist auch sehr wichtig, dass Sie die Abbildung sehr nahe an Ihre Nasenspitze halten. Indem Sie Ihre Augen in den verschiedenen steilen Winkeln um die Scheibe bewegen, beginnen Sie Ihre Augenmuskeln zu dehnen und diese erlangen als Folge langsam ihre normale Flexibilität. Die Hornhaut Ihrer Augen wird allmählich ihre ursprüngliche Form annehmen und so wird Ihre natürliche und klare Sicht wieder hergestellt.

Anleitung

  1. Halten Sie das Tibetanische Rad ca. 3 cm von Ihrer Nase entfernt oder heften Sie die Tafel so an die Wand, dass der weiße Kreis im Zentrum genau auf der Höhe Ihrer Nasenspitze liegt. Es kann durchaus sein, dass Sie die Abbildung nicht scharf sehen – der Sinn der Übung ist, Ihre Augenmuskeln zu trainieren. Halten Sie den Kopf während der Übung still und bewegen Sie nur die Augen.
  2. Während Sie einatmen, bewegen Sie Ihre Augen gerade hinauf, bis Sie den Punkt sehen können. Während Sie so langsam wie möglich ausatmen, bewegen Sie Ihre Augen im Einklang mit Ihrer Atmung im Uhrzeigersinn entlang der äußeren Linie des Rades. Lassen Sie Ihren ganzen Körper entspannen.
  3. Fahren Sie um die gesamte Abbildung weiter so fort, bis Sie wieder am Anfang angekommen sind. Dann machen Sie dasselbe gegen den Uhrzeigersinn.
  4. Machen Sie diese Übung viermal am Tag mit mindestens jeweils zwei Stunden Pause dazwischen.
  5. Überprüfen Sie Ihren Fortschritt mit Hilfe des Astigmatismus Spiegels.

Augenübungen Restart

Da ich mich wirklich motivieren will, zumindest mit einigen Augenübungen wieder anzufangen, werde ich als Motivation die Beschreibung der Übungen heraussuchen und wieder im Blog posten. Vielleicht gibt es ja den einen oder anderen (nicht geschlechterspezifisch gemeint), der auch mitmachen will und schauen, ob er Verbesserungen erzielen kann. Ich habe aber im Moment nicht vor, so viel Zeit wie beim ersten Mal dafür zu investieren.

Fangen wir am besten gleich mal mit der vielleicht wichtigsten Entspannungsübung an, dem

Palmieren

Diese Übung ist eine intensive Entspannungsübung für die Augen, bei der eine ruhige, fließende Atmung - bei leicht geöffneten Lippen - wichtig ist.

  1. Halten Sie beide Hände muschelartig geformt und mit den Fingerspitzen leicht überlappend gerade vor sich.
  2. Neigen Sie den Kopf leicht nach vorn, und lassen Sie ihn in Ihre muschelartig hohl geformten Hände hineinsinken. Halten Sie Ihre Schultern dabei entspannt. So bedecken Sie mit den Handflächen die Augäpfel, ohne dass die Augenlider von den Händen berührt werden.
  3. Schließen Sie die Augen und lassen Sie die Atmung fließen. Legen Sie die Hände so über die Augen, dass kein Licht mehr in die Augen fällt, aber achten Sie darauf, dass Ihre Atmung durch die Nase dabei nicht behindert wird.
  4. Bleiben Sie in dieser Stellung, solange Sie möchten und Zeit haben, entspannen Sie bewusst nacheinander die Gesichtsmuskeln, die Augen, die Schultern, Arme und Hände. Genießen Sie das Gefühl, jetzt einmal nichts sehen und erkennen zu müssen.
  5. Genießen Sie den Anblick und das Gefühl der Dunkelheit hinter Ihren Augenlidern. Atmen Sie in diese Entspannung hinein. Nun haben Augen und Geist einmal garnichts zu tun. Genießen Sie einfach das müßige Nichtstun und beobachten Sie nur, wie Ihre Atmung fließt.
  6. Da Ihr Gehirn jetzt keine äußeren Eindrücke zu verarbeiten hat, haben Sie zwei Möglichkeiten:  Sie können diesen mentalen Müßiggang einfach genießen, oder Sie können Ihren Geist mit nützlichen Vorstellungsübungen beschäftigen, indem Sie sich innere Bilder vorstellen = visualisieren.
  7. Sie können die Wirkung des Palmierens noch verstärken, indam Sie sich zusätzlich die Farbe Schwarz vorstellen. Wenn Ihnen die abstrakte Vorstellung der Farbe schwerfällt, dann stellen Sie sich hilfsweise einen schwarzen Gegenstand vor. Je besser es Ihnen gelingt, die visuelle Sinnesempfindung von Schwarz vor Ihren Augen entstehen zu lassen, desto tiefer wird Ihre visuelle Entspannung sein.
  8. Lassen Sie zum Schluss die Hände langsam heruntersinken, und öffnen Sie erst dann wie in Zeitlupe ganz behutsam die Augen.

Möglicherweise sehen Sie jetzt klarer oder empfinden die Farben als frischer.

Wieder ein Jahr um ...

Da ich das letzte Jahr nahezu nichts geschrieben habe - es hat sich auch nicht wirklich was getan - kommt wieder einmal ein Eintrag.
  • Ich habe nicht wirklich geübt, trotzdem ist meine Sehkraft nicht schlechter geworden - zumindest glaube ich es ;-)
  • Ich habe irgendwie Lust, wieder (ein wenig?) zu üben, aber doch nicht genug Motivation, damit endlich zu beginnen
  • Ich überlege mir, ob ich den Blog überhaupt noch weiterführen soll, denn ich will in Kürze ein neues, spannendes Projekt starten, das möglicherweise auch Auswirkungen auf mein Sehen haben könnte ...
joomla template 1.6
template joomla