Das tiefe Loch

Mein Klient kommt zu mir, weil er einer Umstrukturierung in seiner Firma zum Opfer gefallen ist. Er hat keine Ahnung, warum ihm das passiert ist.

  • Es ist für ihn wie eine "Watsche ins Gesicht"
  • es zieht ihm den Boden unter den Füßen weg
  • er hat es in der letzten Zeit geahnt, dass es passieren wird
  • es ist die Bestätigung, dass es wirklich passiert ist
  • er fällt in ein tiefes Loch und weiß nicht, wie es weiter gehen soll.

Ich lasse ihn daraufhin seine aktuelle Situation zeichnen und bin höchst überrascht ...

Originalzeichnung

Mein Klient zeichnet sich mit Blick nach links. Sein Beruf zeichnet er als farbige Kreise.  Und sehen sie, das "tiefe Loch", in das er gefallen ist!

Wir sehen uns das Bild in aller Ruhe an und analysieren die wichtigsten Dinge

  • Mein Klient schaut nach links, also in die Vergangenheit - deswegen ist seine ganze Energie dort und er hat überhaupt keine Perspektive für die Zukunft
  • Er hat keine Hände (handlungsunfähig) und keine Füße (kommt nicht von der Stelle) gezeichnet
  • durch die ständige Beschäftigung mit der Vergangenheit kommen immer wieder dieselben negativen Gefühle hoch
  • der Beruf hat deutlich an Leuchtkraft verloren und schaut eher wie eine untergehende Sonne aus
  • Das tiefe Loch ist eher eine kleine Grube - aber sicher nicht sonderlich bedrohlich.

Um zu überprüfen, ob das Loch doch gefährlicher ist, als ich denke, lasse ich ihn eine Bilderweiterung zeichnen: Ein richtig tiefes Loch! Aber es stecken keine Emotionen dahinter.

Das Problem steckt ganz wo anders: Es ist die riesige, unüberwindliche Mauer, die ihn vor der Zukunft trennt!

Ich lasse ihn die Zukunft als Bilderweiterung auf der rechten Seite zeichnen. Da sind sein Herz und seine Emotionen dahinter. Er weiß, dass er dorthin muss, um glücklich zu werden, hat aber keine Ahnung, was die Mauer bedeuten soll.

Dann fällt es ihm unter großen Emotionen blitzartig ein: Es ist seine Familie!

Er ist von sich entsetzt, denn er liebt seine Familie über alles - aber es gibt keinen Zweifel, es ist wahr! Die Familie trennt ihn von seiner Zukunft.

Die Zukunft

Was ist nun wirklich die Rolle der Familie für meinen Klienten?

Wir bearbeiten die unüberwindliche Mauer in einer kinesiologischen Sitzung, indem wir das Bild auflegen, ihn an die Mauer denken lassen und den Stress einspeichern.

Und es ist wieder völlig anders, als man denken könnte ...

  • es geht um Selbstzweifel
  • und es geht um Machtlosigkeit

Mein Klient kämpft mit 2 Typen in sich

  • dem Verantwortungsbewussten, der stark, groß und mächtig ist - aber in der Vergangenheit lebt und sich nichts traut und
  • dem "Scheiß mi net", der ein "Zniachtl" und (positiver) Giftzwerg ist und gerne aufstachelt. Dieser "Scheiß mi net" weiß aber, wie er die Mauer überwinden kann.

Nachdem sich die beiden Typen "miteinander unterhalten" fühlt er sich richtig gut und weiß, was er zu tun hat. Wie es gelingt, wird die Zukunft zeigen.

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